De openingstrack van Rome’s meesterwerk “Die Æsthetik der Herrschaftsfreiheit”, 3(!) cd’s met bespiegelingen over verleden, heden en toekomst van ‘links’. Rome is het vehikel voor de teksten van de Luxemburgse anarcho-communist Jérôme Reuter. Opmerkelijk genoeg beschouwt Reuter Rome als ‘een a-politieke band’. Hij zal er ongetwijfeld zijn redenen voor hebben, maar welbeschouwd slaat het natuurlijk nergens op. Tot zijn verdienste weet Reuter goedkope sloganeering vrijwel altijd te vermijden. Bovendien beschikt hij over gevoel voor een goede melodie, wat binnen het fascistoïde reactionaire neofolkwereldje al net zo’n unicum is als zijn politieke opvattingen.

Ich versinke im Eis von Kronstadt
Ich liege unter dem Pflaster von Paris
Ich klebe an den Mauern Warschaus
Ich steh’ versteinert in Berlin
Ich liege in den Strassen Barcelonas
Ich falle im Kugelhagel
Der weissen Garden
Ich liege im Schnee Petrograds
Lieg’ verscharrt in den Wäldern Perus
Ich verblute in Spaniens Sand
Ich liege in der ukrainischen Steppe
Ich friere in Sibirien
Aufgerieben zwischen Hammer und Kreuz
Ich rette mich übers Meer
Und mich fröstelt es auch dort
Man schickt mich zurück
Man schickt mich fort
Man verbannt mich
Man tröstet sich mit Sicherheit
Uber mich hinweg

Ich liege im Hafen von Odessa
Liege garrotiert in Leon
Zerfleischt von den Bluthunden
Der neuen Ordnung
Ich fliesse aus aufgebissener Gurgel
Ich bin der Schrei
Der aus der Steppe aufsteigt
Der vom Meer herüberweht
Zu selten dränge ich mich in Zirkeln
Zentren, Flügeln
Und auch mein Freundlichseinwollen
Ist gezeichnet vom langen Kampf
Mit der Brutalitat
Vom Versteck, vom Hinterhalt
Von der Verstellung und der Lüge
Ich spreche in sperriger
Vielstimmigkeit
Ich bin Steppenbrand
Bin Gerücht, Teil und Grund
Und nun führt dich deine Suche nach mir
In das Exil besiegter Revolutionen
In entlegene Dörfer
Der französischen Provinz
In brüsseler Mansarden
In Dachwohnungen
In Amsterdam und London
In die Hinterhöfe Barcelonas
In die Scheunen der Gascogne

Meine Spur ist verwischt
Vergilbt, zerfleddert
Fast vergessen
Spärlich bleibt das
Was die Broschüren und Traktate
Flugblätter und Reportagen
Essays und Biografien
Reden und Memoiren
Von mir zu berichten wissen
Ich liege im Bombenkeller verscharrt
In improvisierten Verstecken
Und Bunkern
Zwischen Zeitungen
Und falschen Wänden
Hinter Portraits versteckt

In den Kellern der Verbannung
Finden sich nur Reste
Von Verschwörung
Vom Leben im Untergrund
Von der unsterblichen Kameradschaft
Und Hoffnung
Was du hier geschrieben findest
Ist durch tausend heimliche
Hände gegangen
Weitergereicht
Durch Generationen hindurch
In überlieferten Einsichten
In Dekreten und Zeugenberichten
In heimlich weitergereichten
Exemplaren
Illegaler Druckschriften
In Manifesten
In halb verschollenen Zeitungen
In brüchigen Konvoluten
Voll totgeglaubter Buchstaben
In spärlichen Andeutungen
Findet sich dann doch immer noch
Etwas von meinem schwarzen Gewebe
Das uns einst alle umspann
Suchst du nach Zeugnissen
Deiner Vorkämpfer?
All dies kann nur Fragment bleiben

Man bleibt allein
Und doch in jedem Atemzug von dieser
Totalität umfangen
Doch wie willst du mich
In Schrift fassen?
Wie willst du Wanderer
Mir eine Stimme geben?
Diesem Rauch eine Form?
Wie diese Luft kodifizieren?
Und wer will nun
Deutungshoheit erlangen?
Wer Endgültigkeit errichten?

Ist es schade um die Menschen? Ist es?

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